Donnerstag, 29. Juli 2010

Das war’s dann ..

In wenigen Stunden sitzen wir im Flieger und damit geht auch unser Sabbat-Jahr zu Ende. Von Melbourne aus fliegen wir zunächst 4-5 Stunden nach Darwin – immer noch im gleichen Land …- und nach einem Tag Aufwärmen im Norden geht’s dann weiter nach Frankfurt mit einem 2-stündigen Zwischenstopp in Singapur.

Unser Abschied hier ist zwiespältig.
Mit Wehmut blicke ich zurück auf die wunderbare Zeit hier in Melbourne, heute Morgen ein letzter Gang auf der Sydney Road, wo immer etwas los ist, wo sich so viele verschiedenen Kulturen Pavlowa with Elli - 1010163treffen,  wo ein Edel-Italiener neben einer Bruchbude in friedlicher Harmonie existiert. Und unser geliebter Franzose – mit besten Croissants.
Wir haben Abschied genommen von unseren netten Nachbarn, die uns zum Dinner eingeladen hatten. Es gab nach dem leckersten Dahl, das ich je gegessen habe, wieder eine besondere australische Nationalspeise: Pavlova süß, lecker, sahnig, fruchtig. 1935 wurde der Torte dieser Name verliehen zu Ehren der Balletttänzerin Anna Pavlova.
Am Sonntag zuvor hatten Melb Farewell dinner at Gurkhas - 1010145wir unser Farewell-Dinner in einem nepalesischen Restaurant; 20 Freunde/Freundinnen waren gekommen und einige Freunde konnten nicht kommen. Es war schon berührend, dass so viele liebe Menschen gekommen waren und zu sehen, welche Kontakte und  Verbindungen wir in den 7 Monaten in Melbourne aufgebaut/entwickelt haben. (Leider gibt es nur dies eine Foto davon.)
Prasadavati - Irma The Cat -1010101Wir müssen auch Abschied nehmen von Irma, die Katze, die wir hier zu versorgen hatten, und die heute den ganzen Tag miaut, da sie offensichtlich merkt, dass wir die Koffer gepackt haben und abreisen. Irma ist alt, neurotisch und verwirrt. Wenn sie vor die Haustür geht, müssen wir aufpassen, dass sie sich nicht verläuft – sie wüsste nicht den Weg zurück.      

Und natürlich: Wir freuen uns riesig, bald wieder zu Hause zu sein.

Pavlowa with Elli MV with Cat - 1010160 Zum Schluss noch ein Foto zum Beweis, dass ich auch Katzen anfasse, hier allerdings die Nachbarskatze. Anbei: “Alle” haben hier Katzen, sie müssen registriert sein, es wird Steuer erhoben und keiner darf mehr als 2 Katzen besitzen.

Laufen

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Ja, das war wohl nix. Leider musste ich mein Lauftraining aufgeben und stattdessen den Krückstock in die Hand nehmen. Frust.
Bereits zwei Wochen vor dem angesagten Halbmarathon am 18. Juli hatte ich ungewöhnliche Schmerzen in meinem Unterschenkel und nach nach einer ‘guten’ Massage in dem betreffenden Bereich konnte ich zunächst keinen Trainingslauf mehr absolvieren, da es sich ziemlich unangenehm anfühlte. Dann kam die Idee auf, es könnte sich um eine Verletzung handeln; auch diese Idee habe ich zunächst ignoriert – bis 4 Tage vor dem Lauf. Dann nach recherchieren im Internet und einem Gespräch mit meiner ‘medizinischen Beraterin’ konnte es nur noch eine Knochenhautentzündung (shin split) oder eine Stress-Fraktur sein. Die Symptome sind sehr ähnlich. Auf jeden Fall gilt es, diese Verletzung ganz ausheilen zu lassen, ca. 4-6 Wochen wird allgem. gesagt. Dumm gelaufen ..

Ob dann die Trainingszeit noch reicht für den Marathon in Berlin? In Minden werde ich versuchen mein Training mit Aqua-Jogging wieder aufzunehmen.

Über das Sponsoring-Laufen hatte ich an dieser Stelle schon früher berichtet. Nun: So konnte ich zumindest 473 AUD für Amnesty International sammeln. Hier mehr dazu, solange die Seite existiert.

Freitag, 23. Juli 2010

WG: Last days in Emmerald

Nun habe ich in letzter zeit diesen blog ziemlich vernachlaessig, aber jetzt will ich doch die gelegenheit ergreifen noch ein paar zeilen zu schreiben auf meinem handy.
Unsere zeit hier in melburne neigt sich jetzt definitiv und deutlich spuerbar dem ende entgegen. So habe die gelegenheit genutzt noch fuer ein paar tage "aufs land" zu ziehen und ich geniesse hier hier die stille und ruhe.ich habe fast den ganzen tag das haus von maitripala allein fuer mich und sitze jetzt vor einem grossen fenster mit blick in den wald. Das haus ist am hang gebaut, so dass ich den eindruck habe mitten in einem baumhaus zu wohnen. Ich hoere viele tiere, besonders voegel, und die kukabarros mit ihrem dreckigen lachen sind nicht zu ueberhoren. Leider kann ich keine spaziergaenge machen - mein unterschenkel..., aber das ist ein anderes thema/blog.
Die nahestehende garage ist zu einem mediationsraum ungebaut worden, wo sich regelmaessig eine aktive gruppe trifft. Fuer mich einfach schoen auch diesen raum nutzen zu koennen. Leider ist jetzt das ganze anwesen verkauft worden, und es ist darum auch hier eine art abschiedsstimmung.

from htc-mobile

Donnerstag, 1. Juli 2010

Exit Through The Gift Shop

Bansky

Weiterbildung am gestrigen Abend. Ein dokumentarischer Kinofilm über Street-Art (auch Graffiti genannt) mit einigen der Top Street-Art Künstlern. U.a. mit Bansky, der mittlerweile bereits auf den großen internationalen Kunstauktionen für viel Geld gehandelt wird und in großen Museen ausgestellt wird. Doch ob alles dokumentarisch ist oder in der zweiten Hälfte des Films eine Satire über den Kunstmarkt gedreht wurde, das bleibt völlig offen. Und vor allem: Der Film ist witzig!

Hier findet du weitere Infos zum Film: KLICK

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oder klick hier um mehr über Mr. Brainwash zu erfahren.

Mittwoch, 23. Juni 2010

2XU

Diesmal lieber ohne Foto
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ja nicht über meine Befindlichkeiten berichten, aber jetzt ist doch der gegebene Anlass gekommen: Das Zauberwort heißt “2XU”. Jeder Läufer, der hier was auf sich hält trägt 2XU. Dienstags, wenn ich mit meiner Trainingsgruppe laufe, sehe ich vor mir auf den Beinen und den Shirts 2XU. Jetzt steht’s auch auf meinen Beinen – und ich kann mich hier sehen lassen…
Bin darüber gestern sogar ins Gespräch gekommen mit einer Mitläuferin, wobei sich dann herausstellte, dass sie Deutsch studiert und auch gut Deutsch sprechen kann.
2XU = Compression tights. Sieht ziemlich knackig aus und fühlt sich an, als ob man eine Wurstpelle angezogen hätte. Und ich habe auch eine gute Ausrede für mein 2XU: Ich habe Probleme mit meinem linken Knie und meiner geforderten Beinmuskulatur. Und nach dem ersten Lauf mit dieser Wunderhose muss ich sagen: Ein gutes und stabilisierendes Gefühl mit dieser Hose. Meinen Knien gefiel es auch und sie haben nur wenig gemurrt.
Ich laufe jetzt zwar ein sehr gebremstes Training, aber zumindest kann ich weiter laufen.

Yarra Valley

Yarra Valley - 1000848

Ein Fest für alle Weintrinker, aber auch für Naturbegeisterte. Von hier kommt ein Gutteil der berühmten australischen Weine, nur unweit von Melbourne entfernt.
Wir haben uns aber sehr zurückgehalten mit unserem Konsum…

Hier liegt ein Weingut neben dem anderen; ein Paradies für alle Weintrinker und –kenner, die mit einem zuverlässigen Chauffeur unterwegs sind.
Hier gibt es auch den Yarra-Valley Grape Run, bei dem es aber die begehrten Getränke wohl erst nach dem Laufen gibt.

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In diesem hochgepriesenen Restaurant gab’s Lunch. Wir hätten zu Beginn des Herbstes hierher kommen sollen, wenn gerade so die richtigen Temperaturen herrschen, um draußen zu sitzen. Geschmeckt’s hat’s trotzdem lecker.

Australien Dance Award 2010

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Es geht mehr um klassisches und modernes Ballet als um Tanz allgemein. Es gab super Vorstellungen, aber auch sehr langweilige Phasen, in denen Preise verteilt und Personen und Werke gelobt wurden.
Am meisten beeindruckt hat mich eine Performance mit dem Titel “Untrained” einer dance company aus Melbourne. Es geht um die Frage, auf was das Publikum am meisten reagiert: geht es um möglichst originelle und/oder elegante Verrenkungen oder möchte es sich selbst reflektiert sehen in einem neuen, anderen Kontext? Und so treten 4 Personen auf die Bühne, 2 excellente Ballettänzer und 2 völlig untrainierte Männer – aus der jeweiligen Region, in der die Performance aufgeführt wird. Und im Prinzip geht es darum, dass die Laien das nachmachen, was die Profis vortanzen. Ein Heidenspaß! Und das interessante daran ist die Frage: Wer wird am meisten bewundert? Die Profis, die Untrainierten? Und man kann einfach feststellen, dass es in der Hinsicht keinen Unterschied gibt zwischen den Akteuren; jeder einzelne kommt mit seiner Persönlichkeit zur Geltung.  Ein Highlight.
P.S.:
Leider war auch zu sehen, dass fast alle die altgedienten Ballettänzer ohne ihren Krückstock nicht mehr auf die Bühne kommen konnten.

Mali – Melbourne Zoo

Melb Zoo - Marlin -1000819

Nur 7 min mit dem Fahrrad entfernt ist der Melbourner Zoo. Es wurde Zeit, auch dieser Attraktion einen besuch abzustatten. Sonntag, spät Vormittag: Schlange stehen an der Kasse und Unmengen an Familien mit ihren Kindern.

Alle wollen Mali sehen und erleben. Gleich am Anfang sind Schilder aufgestellt, wann Mali zu sehen ist und wann sie gefüttert wird. Mali ist ein Elefantenbaby und der ganze Stolz des Zoos und absoluter Publikumsliebling.

Beeindruckt hat mich besonders die Affengehege: Man fühlt sich beinahe wie im Dschungel und wird auf einer Art Hochbrücke durch den ‘Dschungel’ geführt.

Sonntag, 13. Juni 2010

zu früh am Morgen

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Ich war gespannt auf das WM-Spiel Deutschland gegen Australien, aber um 4.15am, d.h. also in aller ‘Herrgottsfrühe’: Ne.
Schade drum, aber so weit geht die Begeisterung nun auch nicht. Nicht nur im Kino in 3D wird das Spiel gezeigt, sondern auch auf einem großen Platz am Rand der Innenstadt; Tausende werden erwartet – am frühen Morgen. Hätte ja Spaß gemacht! Aber so, ne… Und es wird 2 Grad Celsius heute Nacht.
Auf einer australischen Internetseite tippen 32% für Australien, 38% für Deutschland – und der Rest denkt: Unentschieden.

Freitag, 11. Juni 2010

Kaffee

Cafe-Union Str -1000452… ein brauner Fluß, der durch Melbourne fließt?! So in etwa kann man die Überschrift eines Zeitungsartikels übersetzen, in dem u.a. folgendes zu lesen ist.

“Canberra is the political capital and Sydney is the economic capital and Brisbane is the lifestyle capital and Melbourne, we're the capital of brown boiled bean-juice that gives you morning-breath and loosens your stools with colonic laxativity.”
Ich übersetze es lieber nicht.
Degrave-Coffee-Shop - -6In dem Australien Blogger (rechts auf dieser Seite) gibt es auch einen informativen Link dazu.

Auf jeden Fall findet man Cafes an jeder Straßenecke, und auch dazwischen – und sie sind häufig, besonders zur Mittagszeit, rappel voll. Dabei spielt das Interieur nur eine geringe Rolle. Häufig findet man Stühle und Tische vor, die vom Sperrmüll zusammengesucht erscheinen; rohe Wände, Beton- oder einfacher Holzboden. Modern sind jetzt auch farbige, umgedrehte Milchkisten. Soll chic sein, aber einfach ungemütlich. Hauptsache der Kaffee hält die Ansprüchen stand.
Es gibt zum Glück aber auch ‘gemütliche’ Cafes.

P.S.
Auf dem oberen Bild kann man rechts noch Milchflaschen erkennen; die sind mit Wasser gefüllt. Es ist selbstverständlich, dass man zum Essen, zum Trinken auch reichlich Leitungswasser serviert bekommt.

 

 

Donnerstag, 10. Juni 2010

St. Kilda

St Kilda - 1000761

Dies ist eine meiner Lieblingsansichten von Melbourne. Dazu fährt man ein wenig mit der Tram und schon hat man das Küstengefühl mit herrlichen Aussichten und Ansichten. Das Wetter war gestern so richtig geschaffen für einen ‘Küstenaufenthalt’: Starker kalter Wind der aufs Land fegt. Die Hände tief in der Tasche vergraben, außer wenn ich meine Mütze retten muss vorm Wegwehen.
Etwas weiter ragt ein Pier ins Meer, eines meiner Lieblingsplätze hier vor über 7 Jahren. Doch nun haben sich irgendwelche Tiere sich ausgerechnet dort niedergelassen, wo ich immer so gerne gesessen habe. Jetzt ist dort ein großer Zaun und ich komme nicht rüber. Schade drum.

St Kilda - 1000762

Wetter mal wieder

wetter 
Wettervorhersage für Melbourne am 9. Juni 2010. Wie geht das: Schauer & Wolkenlos? Warum gib es überhaupt Wettervorhersagen?

Dienstag, 25. Mai 2010

herbstlicher nachmittag

eine kerze steht auf dem tisch, draußen ist es grau, regnerisch und
schon um 17.00 uhr fängt es an dunkel zu werden. "gemütliche stunde",
so wie in der weihnachtszeit früher zu hause mit den kindern - tee,
gebäck, klassische musik, kamin-feuer. leider gibt es hier keinen kamin
;-(( letzte woche hatten wir herrliches herbstwetter: blauer himmel,
sonne, morgens+abends kühl bis kalt. never mind, there´s plenty of
sunshine stored up inside and who am i to complain about change?

kulturelle bonbons der letzten woche:
der film I, Don Giovanni. einer dieser unspektakulären, qualitätsfilme,
die im kleinsten kino gezeigt werden, wo die kamera lange bei einer
szene bleibt und viel musik aus dem oper gespielt wird. schade, dass der
schauspieler, der mozart spielte, keine ahnung vom dirigieren hatte. das
war schon mal der fall in "the concert".
gestern waren wir in einer kunstausstellung über rupert bunny (lustiger
name, nicht wahr?), ein australischer künstler, der die meiste zeit
seines lebens in paris verbrachte, ende des 19ten bis anfang des 20sten
jahrhunderts. seine leuchtend und doch sanfte farben und darstellungen
von frauen haben mich besonders angesprochen. ein bild war eine
gelungene darstellung von entspannung beim mittagspause am ufer eines
sees (+schwäne aufm wasser). das sinnbild von weicher, fliessender,
tiefer ruhe- hat mich zu einer herrlichen siesta heute inspiriert! oder
war es die herausfordernde yoga stunde heute morgen?

keep warm! - der neueste abschiedsgruß hier.

Samstag, 22. Mai 2010

Dynamic Drawing

Schon wieder das Thema “Zeichnen”. Ich bin darauf hingewiesen worden [u know hu], dass die neuen Zeichnungen, die von mir zu sehen sind, anders sind, als vorher: Yes! Und es macht einen Riesen- Spaß.

Dynamic Drawing with Ron - 1000604 Dynamic Drawing with Ron - 1000603 Dynamic Drawing with Ron - 1000602 Dynamic Drawing with Ron - 1000601

Das Prinzip ist: vergesse alles, was du über das Zeichnen weist und zu wissen meinst und lass einfach deinen Stift, deine Farbe fließen ohne den ‘Kopf’ einzuschalten. Finde deine eigene Antwort.
Ron, der Zeichenlehrer macht eine ganze Philosophie daraus, und wenn du gerne mehr darüber erfahren möchtest, kannst auf dieser (furchtbar gestalteten) Website nachschauen. Ich kann diese Philosophie nicht ganz teilen, aber ist ja auch egal.
Marlene, eine alte Schulfreundin (s.u.), hat mich darauf auf diesen Zugang aufmerksam gemacht; sie selbst studiert mittlerweile Kunst, angeregt durch diesen Kurs.
Es ist völlig verpönt, ‘realistisch’ zu zeichnen; die Teilnehmer machen die verrücktesten Sachen und irgendwie kann man noch einen Bezug zum Modell erahnen, aber die Bilder machen sich ziemlich selbstständig. Nicht naturgetreu, kein Vergleichen miteinander, kein Konkurrieren, ohne Filter, dynamisch, persönlich, spontan, nach Musik – oder auch nicht.

P.S.
Bei mir ist es noch viel zu realistisch. Wird sich noch bessern!

Windows Live Writer

Dies ist ein Test mit Windows Live Writer – und wenn du selbst keine Blogs schreibst, dann lese am besten nicht weiter. Stopp!

Ich bin heute zufällig auf dieses Tool gestoßen und möchte es gerne ausprobieren. Z.B. möchte ich mitten im Text Bilder einfügenOstern in PB:

Das scheint zu klappen.

Ärgerlich war die Installation dieses Tools von Microsoft: Zunächst musste ich einen Account bei MS einrichten und dann erhält man ein ganzes Programmpaket; also auch etliche Tools, die ich überhaupt nicht gebrauchen möchte: Müll. Schade drum.

Aber das Programm selbst scheint recht komfortabel zu sein – incl. Rechtschreibprüfung und Tabellen-Assistent.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Phillip Bay: Haie

Brighton liegt an der Phillip Bay. Brighton möchte die Badenden vor den
Haien schützen. Sie bauen ein großes Seebad mit einem mächtigen Zaun. Da gelangen wirklich keine Haie hinein. Es gibt auch keine bedrohlichen
Haie in Phillip Bay. Es gab auch keine. Jetzt werden solche
beeindruckenden Seebäder hier nicht mehr gebaut.

Day at the beach

Gestern: Herrliche Sonne und warm - solange man sich in der Sonne
aufhält. Wir fahren mit der Bahn nach Brighton; es dauert nicht allzu
lange: ca. eine Stunde vom Haus bis an den Strand in Brighton, südlich
von Melbourne, alles noch in Zone 1 für 2,94$. Es ist schön und ruhig.
Berühmt sind die Strandhäuser - und jeder, der vorbei kommt,
photografiert endlos. Auch ich. Und von weitem sieht man die Skyline von
Melbourne.

Jessica | a new star is born

Schwappt das "Jessica-Fieber" auch nach Europa?
Kein Sender in Australien, der nicht stundenlang über Jessica berichtete
mit immer wieder den gleichen Bildern, wie die 16-jährige nach ihrer
Solo-Weltumsegelung im Hafen von Sydney gefeiert wird. Hunderte Boote
empfingen sie und Wasserfontänen setzten alles unter Wasser. Tausende
Menschen hatten sich versammelt, darunter viele Jugendliche, die
besonders interessiert waren.
Der Premierminister war anwesend um sie nach ihrer Glanzleistung mit den Worten zu begrüßen: "Australia has a new hero!" Jessica anwortete: "
Herr Ministerpräsident, das ist nicht richtig, was sie sagen; ich bin
keine Heldin. Ich nur ein ganz normales Mädchen, das ihren Traum
verwirklicht hat." Wie rührend ... Jetzt wird Jessica vermarktet.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Laufen | 12.5.2010

Ich Kopf habe ich schon viele Blogs geschrieben zu diesem Thema - und ich werde jetzt nicht alles aufholen wollen, aber einiges erwähnen.
Auf dem obersten Foto könnt ihr meine geliebten ASICS-Kayano 15 sehen, die auf Kangoroo-Island in der Mülltonne gelandet sind; sie hatten das Zeitliche gesegnet. Und in der Folgezeit, auf unserem Weg quer durch Süd-Australien hatte ich a) keine Laufschuhe und b) auch kaum Zeit und Gelegenheit um beim Laufen zu bleiben. Und so hatte ich fast seit dem vergangenen Herbst kein kontinuierliches Lauftraining; immer wieder Unterbrechungen oder wetterbedingte Einschränkungen. Ich erinnere mich an meine Teilnahme Ende Januar beim "Super Sunset" Lauf, "nur" 8km Fun-Run bei 28 Grad. Selten war ich so kaputt und hatte es nicht so sehr als "Fun" erlebt. Peinlich: Ich hatte die Nummer 2 als meine Startnummer - vermutlich waren die Startnummern alphabetisch vergeben worden; bestimmt nicht nach Leistung.
Mittlerweile habe ich neue Laufschuhe, nicht die besten, aber ich denke sie halten noch bis Ende July.
(Kleine Werbeunterbrechung: In all den großen und kleinen Städten auf unseren Reisen habe ich nirgendwo einen Laufladen entdecken können, der mit "Laufsport Andreas" in Minden mithalten könnte.)
Nun bin ich im regelmäßigen Training und baue meine Kondition langsam, aber stetig wieder auf. Mein Lauf bei der Aktion "Run for Water. Live Earth" über 6km Mitte April hat Spaß gemacht, ich war recht flott auf dieser kurzen Strecke (deutlich unter 5min/km), und ich hatte wieder eine der ersten Startnummern: 4. (Siehe Foto). Diesmal konnte ich besser damit leben. Die Länge des Laufs, 6km, sollte daran erinnern, dass in vielen Ländern der Erde Frauen und Kinder täglich 6km zurücklegen müssen, um Wasser zu holen. Der organisatorische Aufwand für diesen Lauf hier in Melbourne war ziemlich groß, die Teilnahmerzahl aber recht überschaulich (Minden könnte da mithalten). Ich vermute es gab einfach zu wenig Werbung und zu viele konkurriernde Veranstaltungen.

Mein längerfristiges Laufziel ist natürlich der Berlin Marathon am 26. September; aber ein Zwischenziel ist ein Halbmarathon "Run Melbourne" am 18. July. Dazu gibt es eine Trainingsgruppe mit knapp 300 Teilnehmern, die aufgeteilt werden in verschiedene Leistungsgruppen. Es macht Spaß, von Zeit zu Zeit, wieder in einer Gruppe zu laufen; ich werde einfach mitgezogen und das Laufen fühlt sich recht leicht und beschwingt an.

Was die meisten Läufe hier von denen in Deutschland unterscheidet: Es sind Sponsorenläufe. Man läuft für einen sog. 'guten Zweck'. Ich verstehe das System auch nicht ganz, aber im Prinzip fragt man Freunde, Kollegen, Famlienangehörige, ob sie dich sponsern möchten für diesen Lauf. Und dann kann man noch auswählen, wer gesponsert werden soll. Dazu gibt es lange Listen. Und so kommen große Mengen Geld zusammen. Im letzten Jahr über  500 Tausend  Dollar. Das Ziel für dieses Jahr  liegt bei 750 T. Eine Einzelperson hat bis jetzt bereits über 10 T Dollar 'erwirtschaftet'. Und im Internet ist das alles genau zu verfolgen. Wer mit wem für wen, wieviel.
Ich habe gerade gesurft: Ja, es gibt in diesem Jahr auch wieder einen 24-Stunden Lauf in Minden und das Leo-Sympher-Berufskolleg ist dabei. Super. Ich wäre auch gerne wieder dabei.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Zeichnen: Upside-down

Nach langer Pause nehme ich wieder an einem Zeichen- und Malkurs teil. Nachdem für mich die erste Stunde ziemlich frustrierend war, hat's beim zweiten Mal schon deutlich besser geklappt. Meine Bewertung hängt nun mal - leider auch - davon ab, wie ich mich sehe in der Reihe der anderen Teilnehmer. Und diesmal habe ich mich eher so 'im mittleren Feld' gesehen, was für mich ganz o.k. ist. WICHTIG ist allemal, dass es mir Spaß macht.
Das obige Bild wurde nicht so gezeichnet, wie man es jetzt sieht. Es ist ein sog. upside-down Bild, d.h. man zeichnet es gedreht um 180 Grad - um den 'Verstand' auszuschalten und nur das zu zeichnen, was man wirklich sieht, und nicht das, was man glaubt zu sehen.
Dabei ist dies auch kein 'gezeichnetes' Bild, sondern ein 'radiertes': Die ganze Fläche wird mit schwarzer Kohle ausgelegt und die weißen Stellen werden radiert. (Eine ziemliche Sauerei und harte Arbeit)
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