Mittwoch, 29. Dezember 2010

unterwegs

"Mami says I was born to be star" - Riesige Reklametafel mitten in all den unterschiedlichen Lebensstilen für teueren und exclusiven Kinderschmuck.
Es gibt auf den Strassen zwar Geschwindigkeitsbegrenzungen und Vorfahrtsregeln, aber kaum jemand hält sich daran. Was zählt ist Durchsetzungsvermögen und Geschwindigkeit, obwohl bei allen anderen Aktivitäten ist immer genügend Zeit. Das einzige, was den Geschwindigkeitsrausch im Verkehr aufhält sind Schlaglöcher in den Straßen, davor haben alle Fahrer einen großen Respekt - und sie wissen auch alle im Vorraus, wo diese sind.
Überholmanöver: Klappt es? Oder klappt es nicht? Haarscharfe Aktionen, aber bis jetzt - toi, toi, toi- wir leben noch! Ein Bus, zwei Autos und ein Moped teilen sich gerne eine zweispurige Fahrbahn. Oder auch fünf PKWs vor der Ampel nebeneinander aufgereiht...
Elefant-Wash: Ein großer und drei kleinere (die kleinen sind ca. 7 Jahre alt) Elefanten liegen an der Seite des Flusses und genießen es, sich abrubbeln und streicheln lassen. Wir dürfen helfen. Das hat richtig Spaß gemacht - auf beiden Seiten.

Es geht weiter ins Hochland, endlich mal wieder frische Luft und wunderschöne Landschaft. Während ein Chai unten in einem guten Cafe 40 Rupien kosten, bezahlt man an dem Rastplatz 10 Rupien. Immerhin 400% teurer in der Touristengegend.

In die Berge

Es ist jetzt kurz vor 7 Uhr und wir sitzen im Taxi auf dem Weg nach Munnar, ein Region in der Tee und Kardamon angebaut wird. Es ist eigentlich KEIN Taxi, denn diese streiken heute, aber unser Vermieter hat dann doch irgendwie einen Van für uns fünf besorgen können. Auf dem Weg dorthin werden einen Abstecher unternehmen zu einer Elefantenbadestelle. Die Elefanten baden schon so früh am Vormittag, so dass wir bereits recht früh aufstehen mussten: 5.30 Uhr, packen, frühstücken und los.
GESTERN hatten wir einen Tagesausflug unternommen in die hoch gepriesenen Backwaters, Gewässer im Hinterland zwischen Süß- und Salzwasser. Urteil: Nett. Aber schon auch merkwürdig auf so einer durchorganisierten Touri-Tour. Danach völlig erledigt vom Nichtstun.
Prasadavati und Niels haben sich dann aber noch weiter fordern lassen bei einer Yoga-Stunde - diesmal bei einer Lehrerin: "Cousine unseres Vermieters ..." War wohl sehr gut, auch wenn es schwieirg gewesen sein soll, den Anleitungen zu folgen. Lauter Straßenlärm machte die Kommunikation problematisch. Dann die Anweisung: Be quite and just relax.

Montag, 27. Dezember 2010

Voll aktiv

Heute, am 27. Dez., war ein aktiver Tag. Na ja, zwischendurch hatten wir schon die Möglichkeit ein Nickerchen einzulegen.
Morgens um 6 Uhr aufgestanden und auf dem Weg zum Morgen-Yoga Justine und Denise abgeholt. Um 7 Uhr begann unsere Yogastunde: Auf dem Dach eines Hotels mit einem 'echten' indischen Yogi. Zumindest war er vorbildlich in der Lage, seine Gliedmaßen zu verrenken und wir haben uns häufig einen abgequält. Es war ein super guter Wachmacher und Energiser. Fit für einen langen Tag. Oben vom Dach aus hatte man einen wunderbaren Ausblick über die noch eingerollten Fischernetze hinweg auf das Meer und Teile eines Hafens.
Mittags (nach einem kleinen Schläfchen) ging es dann mit einer Fähre auf's Festland nach Ernakulam, die eigentliche große Stadt hier in Kochi, um dort zunächst eine Augenklinik auf zu suchen, da Niels seine Augenverletzung regelmäßig untersuchen lassen soll, und es gibt gute Augenkliniken in Indien. Ein wenig peinlich berührt, aber doch genießend, mussten wir uns nicht in die Warteschlange einreihen, sondern wurden gleich in's VIP- Zimmer geleitet von zuvorkommenden Helferinnen, die sogleich a.) die Fernbedienung für die Klimaanlage in die Hand nahm und diese anstellte (es war schon eine angenehme Temperatur im Raum) und b.) die zweite Fernbedienung in die Hand nahm und den Fernseher anstellte. Also Zeit für indischen Pop in Bollywood Manier. Richtig 'süß'. Niels ist gut und professionell verarztet worden.
Und weiter ging es in die Stadt. Die Haupteinkaufsstraße enlang. Leckere frittierte Linsenbratlinge, Kartoffelklöße, Gemüsebratlinge von einem Straßenstand, an dem zumindest ich normalerweise nicht stehen geblieben wäre. Es war köstlich, lecker und gut bekömmlich. Alles war frisch zubereitet. Ansonsten halt indische Stadt: interessant, sehr gemixt, arm neben reich, absolute Luxusreklame und - güter neben kleinen heruntergekomenen Läden. Und laut. Und stickige, dreckige, verbrannt riechende Luft. Verbrennen am Straßenrand ist hier wohl die üblichste Art der Müllentsorgung. Zwischendurch einen leckeren Kaffee Americano und ein Stück Schokoladenkuchen in einem klimatisierten Starbucks-Verschnitt. Mit der Fähre zurück nach Fort Kochin, mit dem Tucktuck zu Beenas Homestay. Und heute gab es den wohl leckersten Curry seit unserer Ankunft.
Morgen geht's ab zu den Backwaters. Eine Tagestour.

Weihnachten in Fort Kochin

Dieser kleine Bereich von Kochin - also Fort Kochin - ist über Weihnachten voll mit Touristen. Hochsaison. Zum Teil mit westlichen Touristen, aber auch ganz viele Inder, die hier ihren Urlaub verbringen. Am ersten Tag sind wir entlang der Strandpromenade in das Stadtzentrum gegangen: Voll mit Indern, die das Wasser beobachten, einfach neben einander stehen, den Fischern zuschauen. In der Stadt selbst hatte ich zuerst die Orientierung verloren, was ich nicht so gerne mag. Ich finde es gut, dass es mir eigentlich recht leicht fällt mich in einer neuen Ortschaft schnell zu orientieren, aber ich war wohl noch sehr vom Jetlag geplagt. Jetzt mittlerweile geht's ganz gut.
Ein netter, realtiv kleiner Ort. Für indische Verhältnise könnte man sogar sagen 'idyllisch'. Wenn man andere Städt Indien zuvor kennengelernt hat, ist dies eine wahre Oase. Wenn man direkt aus Europa kommt, kann man das nicht sogleich erkennen...
Gestern Abend: Sobald es dunkel wird setzt sich eine Art Volkswandung in Bewegung zum 'Weihnachtsbaum' entlang einer mit Glitzer und Lichterketten herausgeputzen Straße. Gedränge, Autohupen - soweit nichts Ungewohntes. Der Weihnachtsbaum: Ohne zu hinterfragen hatten wir eine ja schon irgendwie kitschig geschmückte größere Tanne erwartet. Aber wo sollte hier auch eine Tanne herkommen!!! Es war ein riesiger ausladender allein stehender Baum, völlig überladen mit bunten Lichtern und Schmuck. Und wirklich riesig groß. Auf dem Weg dahin ein großer Plaz mit Disko. Unter dem Weihnachtsbaum auch extrem laute Musik: Vom Schlager bis Hiphop und Dancefloor. Aber Hauptsache: Laut.
Nun, in dieser Gegend wohnen. viele Christen, aber ebenso in friedlicher direkter Nachbarschaft Hindus und Moslems. Und wenn es was zum Feiern gibt, sind alle dabei.
So wie bei uns zu anderen Gelegenheiten üblich, laufen auch hier Kindergruppen von einem Haus zum anderen und singen Jingle Bells auch vor unserer Tür. Aber im deutlichen Gegensatz zu den Kids in Deutschland laut, alle Stophen, die richtigen Noten treffend und mit ganz viel Körpereinsatz und Enthusiasmus. Ja leider: Die Fotos könnten's belegen.
Letztes Jahr erlebten wir Weihnachten in Singapur, dieses Jahr in Südindien und nächstes Jahr? Ich nehme ganz stark an: in Minden.

Fotos

Da ich diese Texte im Moment von meinem ipad aus sende und noch nicht weiß, wie ich die Dateigröße der Fotos verkleinern kann, gibt's erst einmal nur den Text. Die Fotos werden nachgeliefert.

Kochin & Jetlag

Wie so häufig bin ich nicht dazu gekommen, gleich einen Eintrag hier zu schreiben. Ehrlicherweise muss ich sagen: Ich war zu müde dazu und hatte einfach keine Lust. Die Zeitverschiebung von 'nur' viereinhalb Stunden hat diesmal gereicht, nicht nur mich ausser Gefecht zu setzen. Mittlerweile geht's und es ist jetzt wohl nur die ungewohnte Wärme, die einen in eine Art Dämmerzustand versetzen kann.
In Abu Dhabi mussten wir noch auf einen Flug warten aus Dublin. Dort war auch das Winter-Chaos ausgebrochen. So sind wir mit ein paar Stunden Verspätung hier angekommen.
Zuerst zum Frühstück bei Justine und Denise. Dort sind wir alle eingeschlafen, so dass wir dann auch recht spät zu unsere Unterkunft "Beena Homestay" angekommen sind, wo ein verspätetes Frühstück noch auf uns wartete. Ob Frühstück oder nicht - das war ein wenig unklar, da das Essen zum Frühstück ungefähr genauso aussieht und schmeckt wie das Abend'brot': Curries im Kerala-Stil.
Aber die Unterkunft ist super, die Vermieterfamilie sehr freundlich und umgänglich, das Essen lecker und immer vegetarisch. Zunächst ist es schon etwas ungewohnt, dass immer jemand aus der Familie daneben steht und schaut, ob etwas nachgereicht werden muss. Irgendwie ist die Familie in die Konversation eingebunden und dann auch wieder nicht. Aber man gewöhnt sich daran. Justine und Denise wohnen (noch) nicht hier, aber freundlicherweise werden sie immer von der Vermietern mit zum Essen eingeladen.

Samstag, 25. Dezember 2010

Wir sind in Cochin

Ja wir sind gut angekommen. Zu müde, um jetzt noch mehr zu schreiben. Hier ist es jetzt 12 Uhr und in Deutschland 7:30.

Fwd: Talerweg vor Weihnachten



Von meinem iPad gesendet

Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:

Von: Arno Aka <arnoaka@gmx.de>
Datum: 25. Dezember 2010 08:56:08 GMT+05:30
An: maitricarya.minden@blogger.com
Betreff: Talerweg vor Weihnachten

Dies schöne Foto aus dem Talerweg dient zunächst einfach dazu auszuprobieren, wie das Versenden von Blognachrichten mit einem Foto funktioniert. Aber das Foto ist ja nun auch wirklich schön.

Freitag, 24. Dezember 2010

Unterwegs nach Kochi/Indien

Anlass genug für uns über Weihnachten nach Indien zu fliegen: Justine macht in Kochi, Südindien, ein viermonatiges Praktikum als Physio während ihres letzten Semesters. 2:30h früh am Morgen aufstehen und den Zug um 4 Uhr erwischen; dazwischen Niels um 3:30 von einer Party abholen... Im Moment sitzen wir endlich und zum Glück im Flieger, nachdem bedingt durch die Wetterverhältnisse sich ein Gefühl der Ungewissheit breitmachte, ob die Züge auch alle fahren und ob der Frankfurter Flughafen vielleicht schon wieder von einer Schneekatastrophe heimgesucht wurde. Mit 'nur' 40 Minuten Verspätung sind wir auf dem Flughafen angekommen.
Jetzt musste das Flugzeug noch enteist werden und mit einer Stunde Verspätung sind wir in der Luft. Erst einmal 5000km bis Abu Dhabi. Mein Monitor ist defekt: Geld zurück! Würde sonst gerne 'Salt' sehen, mit Angelina Jolie.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Das war’s dann ..

In wenigen Stunden sitzen wir im Flieger und damit geht auch unser Sabbat-Jahr zu Ende. Von Melbourne aus fliegen wir zunächst 4-5 Stunden nach Darwin – immer noch im gleichen Land …- und nach einem Tag Aufwärmen im Norden geht’s dann weiter nach Frankfurt mit einem 2-stündigen Zwischenstopp in Singapur.

Unser Abschied hier ist zwiespältig.
Mit Wehmut blicke ich zurück auf die wunderbare Zeit hier in Melbourne, heute Morgen ein letzter Gang auf der Sydney Road, wo immer etwas los ist, wo sich so viele verschiedenen Kulturen Pavlowa with Elli - 1010163treffen,  wo ein Edel-Italiener neben einer Bruchbude in friedlicher Harmonie existiert. Und unser geliebter Franzose – mit besten Croissants.
Wir haben Abschied genommen von unseren netten Nachbarn, die uns zum Dinner eingeladen hatten. Es gab nach dem leckersten Dahl, das ich je gegessen habe, wieder eine besondere australische Nationalspeise: Pavlova süß, lecker, sahnig, fruchtig. 1935 wurde der Torte dieser Name verliehen zu Ehren der Balletttänzerin Anna Pavlova.
Am Sonntag zuvor hatten Melb Farewell dinner at Gurkhas - 1010145wir unser Farewell-Dinner in einem nepalesischen Restaurant; 20 Freunde/Freundinnen waren gekommen und einige Freunde konnten nicht kommen. Es war schon berührend, dass so viele liebe Menschen gekommen waren und zu sehen, welche Kontakte und  Verbindungen wir in den 7 Monaten in Melbourne aufgebaut/entwickelt haben. (Leider gibt es nur dies eine Foto davon.)
Prasadavati - Irma The Cat -1010101Wir müssen auch Abschied nehmen von Irma, die Katze, die wir hier zu versorgen hatten, und die heute den ganzen Tag miaut, da sie offensichtlich merkt, dass wir die Koffer gepackt haben und abreisen. Irma ist alt, neurotisch und verwirrt. Wenn sie vor die Haustür geht, müssen wir aufpassen, dass sie sich nicht verläuft – sie wüsste nicht den Weg zurück.      

Und natürlich: Wir freuen uns riesig, bald wieder zu Hause zu sein.

Pavlowa with Elli MV with Cat - 1010160 Zum Schluss noch ein Foto zum Beweis, dass ich auch Katzen anfasse, hier allerdings die Nachbarskatze. Anbei: “Alle” haben hier Katzen, sie müssen registriert sein, es wird Steuer erhoben und keiner darf mehr als 2 Katzen besitzen.

Laufen

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Ja, das war wohl nix. Leider musste ich mein Lauftraining aufgeben und stattdessen den Krückstock in die Hand nehmen. Frust.
Bereits zwei Wochen vor dem angesagten Halbmarathon am 18. Juli hatte ich ungewöhnliche Schmerzen in meinem Unterschenkel und nach nach einer ‘guten’ Massage in dem betreffenden Bereich konnte ich zunächst keinen Trainingslauf mehr absolvieren, da es sich ziemlich unangenehm anfühlte. Dann kam die Idee auf, es könnte sich um eine Verletzung handeln; auch diese Idee habe ich zunächst ignoriert – bis 4 Tage vor dem Lauf. Dann nach recherchieren im Internet und einem Gespräch mit meiner ‘medizinischen Beraterin’ konnte es nur noch eine Knochenhautentzündung (shin split) oder eine Stress-Fraktur sein. Die Symptome sind sehr ähnlich. Auf jeden Fall gilt es, diese Verletzung ganz ausheilen zu lassen, ca. 4-6 Wochen wird allgem. gesagt. Dumm gelaufen ..

Ob dann die Trainingszeit noch reicht für den Marathon in Berlin? In Minden werde ich versuchen mein Training mit Aqua-Jogging wieder aufzunehmen.

Über das Sponsoring-Laufen hatte ich an dieser Stelle schon früher berichtet. Nun: So konnte ich zumindest 473 AUD für Amnesty International sammeln. Hier mehr dazu, solange die Seite existiert.

Freitag, 23. Juli 2010

WG: Last days in Emmerald

Nun habe ich in letzter zeit diesen blog ziemlich vernachlaessig, aber jetzt will ich doch die gelegenheit ergreifen noch ein paar zeilen zu schreiben auf meinem handy.
Unsere zeit hier in melburne neigt sich jetzt definitiv und deutlich spuerbar dem ende entgegen. So habe die gelegenheit genutzt noch fuer ein paar tage "aufs land" zu ziehen und ich geniesse hier hier die stille und ruhe.ich habe fast den ganzen tag das haus von maitripala allein fuer mich und sitze jetzt vor einem grossen fenster mit blick in den wald. Das haus ist am hang gebaut, so dass ich den eindruck habe mitten in einem baumhaus zu wohnen. Ich hoere viele tiere, besonders voegel, und die kukabarros mit ihrem dreckigen lachen sind nicht zu ueberhoren. Leider kann ich keine spaziergaenge machen - mein unterschenkel..., aber das ist ein anderes thema/blog.
Die nahestehende garage ist zu einem mediationsraum ungebaut worden, wo sich regelmaessig eine aktive gruppe trifft. Fuer mich einfach schoen auch diesen raum nutzen zu koennen. Leider ist jetzt das ganze anwesen verkauft worden, und es ist darum auch hier eine art abschiedsstimmung.

from htc-mobile

Donnerstag, 1. Juli 2010

Exit Through The Gift Shop

Bansky

Weiterbildung am gestrigen Abend. Ein dokumentarischer Kinofilm über Street-Art (auch Graffiti genannt) mit einigen der Top Street-Art Künstlern. U.a. mit Bansky, der mittlerweile bereits auf den großen internationalen Kunstauktionen für viel Geld gehandelt wird und in großen Museen ausgestellt wird. Doch ob alles dokumentarisch ist oder in der zweiten Hälfte des Films eine Satire über den Kunstmarkt gedreht wurde, das bleibt völlig offen. Und vor allem: Der Film ist witzig!

Hier findet du weitere Infos zum Film: KLICK

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oder klick hier um mehr über Mr. Brainwash zu erfahren.

Mittwoch, 23. Juni 2010

2XU

Diesmal lieber ohne Foto
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ja nicht über meine Befindlichkeiten berichten, aber jetzt ist doch der gegebene Anlass gekommen: Das Zauberwort heißt “2XU”. Jeder Läufer, der hier was auf sich hält trägt 2XU. Dienstags, wenn ich mit meiner Trainingsgruppe laufe, sehe ich vor mir auf den Beinen und den Shirts 2XU. Jetzt steht’s auch auf meinen Beinen – und ich kann mich hier sehen lassen…
Bin darüber gestern sogar ins Gespräch gekommen mit einer Mitläuferin, wobei sich dann herausstellte, dass sie Deutsch studiert und auch gut Deutsch sprechen kann.
2XU = Compression tights. Sieht ziemlich knackig aus und fühlt sich an, als ob man eine Wurstpelle angezogen hätte. Und ich habe auch eine gute Ausrede für mein 2XU: Ich habe Probleme mit meinem linken Knie und meiner geforderten Beinmuskulatur. Und nach dem ersten Lauf mit dieser Wunderhose muss ich sagen: Ein gutes und stabilisierendes Gefühl mit dieser Hose. Meinen Knien gefiel es auch und sie haben nur wenig gemurrt.
Ich laufe jetzt zwar ein sehr gebremstes Training, aber zumindest kann ich weiter laufen.

Yarra Valley

Yarra Valley - 1000848

Ein Fest für alle Weintrinker, aber auch für Naturbegeisterte. Von hier kommt ein Gutteil der berühmten australischen Weine, nur unweit von Melbourne entfernt.
Wir haben uns aber sehr zurückgehalten mit unserem Konsum…

Hier liegt ein Weingut neben dem anderen; ein Paradies für alle Weintrinker und –kenner, die mit einem zuverlässigen Chauffeur unterwegs sind.
Hier gibt es auch den Yarra-Valley Grape Run, bei dem es aber die begehrten Getränke wohl erst nach dem Laufen gibt.

Yarra Valley - 1000853

In diesem hochgepriesenen Restaurant gab’s Lunch. Wir hätten zu Beginn des Herbstes hierher kommen sollen, wenn gerade so die richtigen Temperaturen herrschen, um draußen zu sitzen. Geschmeckt’s hat’s trotzdem lecker.

Australien Dance Award 2010

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Es geht mehr um klassisches und modernes Ballet als um Tanz allgemein. Es gab super Vorstellungen, aber auch sehr langweilige Phasen, in denen Preise verteilt und Personen und Werke gelobt wurden.
Am meisten beeindruckt hat mich eine Performance mit dem Titel “Untrained” einer dance company aus Melbourne. Es geht um die Frage, auf was das Publikum am meisten reagiert: geht es um möglichst originelle und/oder elegante Verrenkungen oder möchte es sich selbst reflektiert sehen in einem neuen, anderen Kontext? Und so treten 4 Personen auf die Bühne, 2 excellente Ballettänzer und 2 völlig untrainierte Männer – aus der jeweiligen Region, in der die Performance aufgeführt wird. Und im Prinzip geht es darum, dass die Laien das nachmachen, was die Profis vortanzen. Ein Heidenspaß! Und das interessante daran ist die Frage: Wer wird am meisten bewundert? Die Profis, die Untrainierten? Und man kann einfach feststellen, dass es in der Hinsicht keinen Unterschied gibt zwischen den Akteuren; jeder einzelne kommt mit seiner Persönlichkeit zur Geltung.  Ein Highlight.
P.S.:
Leider war auch zu sehen, dass fast alle die altgedienten Ballettänzer ohne ihren Krückstock nicht mehr auf die Bühne kommen konnten.

Mali – Melbourne Zoo

Melb Zoo - Marlin -1000819

Nur 7 min mit dem Fahrrad entfernt ist der Melbourner Zoo. Es wurde Zeit, auch dieser Attraktion einen besuch abzustatten. Sonntag, spät Vormittag: Schlange stehen an der Kasse und Unmengen an Familien mit ihren Kindern.

Alle wollen Mali sehen und erleben. Gleich am Anfang sind Schilder aufgestellt, wann Mali zu sehen ist und wann sie gefüttert wird. Mali ist ein Elefantenbaby und der ganze Stolz des Zoos und absoluter Publikumsliebling.

Beeindruckt hat mich besonders die Affengehege: Man fühlt sich beinahe wie im Dschungel und wird auf einer Art Hochbrücke durch den ‘Dschungel’ geführt.

Sonntag, 13. Juni 2010

zu früh am Morgen

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Ich war gespannt auf das WM-Spiel Deutschland gegen Australien, aber um 4.15am, d.h. also in aller ‘Herrgottsfrühe’: Ne.
Schade drum, aber so weit geht die Begeisterung nun auch nicht. Nicht nur im Kino in 3D wird das Spiel gezeigt, sondern auch auf einem großen Platz am Rand der Innenstadt; Tausende werden erwartet – am frühen Morgen. Hätte ja Spaß gemacht! Aber so, ne… Und es wird 2 Grad Celsius heute Nacht.
Auf einer australischen Internetseite tippen 32% für Australien, 38% für Deutschland – und der Rest denkt: Unentschieden.

Freitag, 11. Juni 2010

Kaffee

Cafe-Union Str -1000452… ein brauner Fluß, der durch Melbourne fließt?! So in etwa kann man die Überschrift eines Zeitungsartikels übersetzen, in dem u.a. folgendes zu lesen ist.

“Canberra is the political capital and Sydney is the economic capital and Brisbane is the lifestyle capital and Melbourne, we're the capital of brown boiled bean-juice that gives you morning-breath and loosens your stools with colonic laxativity.”
Ich übersetze es lieber nicht.
Degrave-Coffee-Shop - -6In dem Australien Blogger (rechts auf dieser Seite) gibt es auch einen informativen Link dazu.

Auf jeden Fall findet man Cafes an jeder Straßenecke, und auch dazwischen – und sie sind häufig, besonders zur Mittagszeit, rappel voll. Dabei spielt das Interieur nur eine geringe Rolle. Häufig findet man Stühle und Tische vor, die vom Sperrmüll zusammengesucht erscheinen; rohe Wände, Beton- oder einfacher Holzboden. Modern sind jetzt auch farbige, umgedrehte Milchkisten. Soll chic sein, aber einfach ungemütlich. Hauptsache der Kaffee hält die Ansprüchen stand.
Es gibt zum Glück aber auch ‘gemütliche’ Cafes.

P.S.
Auf dem oberen Bild kann man rechts noch Milchflaschen erkennen; die sind mit Wasser gefüllt. Es ist selbstverständlich, dass man zum Essen, zum Trinken auch reichlich Leitungswasser serviert bekommt.

 

 

Donnerstag, 10. Juni 2010

St. Kilda

St Kilda - 1000761

Dies ist eine meiner Lieblingsansichten von Melbourne. Dazu fährt man ein wenig mit der Tram und schon hat man das Küstengefühl mit herrlichen Aussichten und Ansichten. Das Wetter war gestern so richtig geschaffen für einen ‘Küstenaufenthalt’: Starker kalter Wind der aufs Land fegt. Die Hände tief in der Tasche vergraben, außer wenn ich meine Mütze retten muss vorm Wegwehen.
Etwas weiter ragt ein Pier ins Meer, eines meiner Lieblingsplätze hier vor über 7 Jahren. Doch nun haben sich irgendwelche Tiere sich ausgerechnet dort niedergelassen, wo ich immer so gerne gesessen habe. Jetzt ist dort ein großer Zaun und ich komme nicht rüber. Schade drum.

St Kilda - 1000762

Wetter mal wieder

wetter 
Wettervorhersage für Melbourne am 9. Juni 2010. Wie geht das: Schauer & Wolkenlos? Warum gib es überhaupt Wettervorhersagen?

Dienstag, 25. Mai 2010

herbstlicher nachmittag

eine kerze steht auf dem tisch, draußen ist es grau, regnerisch und
schon um 17.00 uhr fängt es an dunkel zu werden. "gemütliche stunde",
so wie in der weihnachtszeit früher zu hause mit den kindern - tee,
gebäck, klassische musik, kamin-feuer. leider gibt es hier keinen kamin
;-(( letzte woche hatten wir herrliches herbstwetter: blauer himmel,
sonne, morgens+abends kühl bis kalt. never mind, there´s plenty of
sunshine stored up inside and who am i to complain about change?

kulturelle bonbons der letzten woche:
der film I, Don Giovanni. einer dieser unspektakulären, qualitätsfilme,
die im kleinsten kino gezeigt werden, wo die kamera lange bei einer
szene bleibt und viel musik aus dem oper gespielt wird. schade, dass der
schauspieler, der mozart spielte, keine ahnung vom dirigieren hatte. das
war schon mal der fall in "the concert".
gestern waren wir in einer kunstausstellung über rupert bunny (lustiger
name, nicht wahr?), ein australischer künstler, der die meiste zeit
seines lebens in paris verbrachte, ende des 19ten bis anfang des 20sten
jahrhunderts. seine leuchtend und doch sanfte farben und darstellungen
von frauen haben mich besonders angesprochen. ein bild war eine
gelungene darstellung von entspannung beim mittagspause am ufer eines
sees (+schwäne aufm wasser). das sinnbild von weicher, fliessender,
tiefer ruhe- hat mich zu einer herrlichen siesta heute inspiriert! oder
war es die herausfordernde yoga stunde heute morgen?

keep warm! - der neueste abschiedsgruß hier.

Samstag, 22. Mai 2010

Dynamic Drawing

Schon wieder das Thema “Zeichnen”. Ich bin darauf hingewiesen worden [u know hu], dass die neuen Zeichnungen, die von mir zu sehen sind, anders sind, als vorher: Yes! Und es macht einen Riesen- Spaß.

Dynamic Drawing with Ron - 1000604 Dynamic Drawing with Ron - 1000603 Dynamic Drawing with Ron - 1000602 Dynamic Drawing with Ron - 1000601

Das Prinzip ist: vergesse alles, was du über das Zeichnen weist und zu wissen meinst und lass einfach deinen Stift, deine Farbe fließen ohne den ‘Kopf’ einzuschalten. Finde deine eigene Antwort.
Ron, der Zeichenlehrer macht eine ganze Philosophie daraus, und wenn du gerne mehr darüber erfahren möchtest, kannst auf dieser (furchtbar gestalteten) Website nachschauen. Ich kann diese Philosophie nicht ganz teilen, aber ist ja auch egal.
Marlene, eine alte Schulfreundin (s.u.), hat mich darauf auf diesen Zugang aufmerksam gemacht; sie selbst studiert mittlerweile Kunst, angeregt durch diesen Kurs.
Es ist völlig verpönt, ‘realistisch’ zu zeichnen; die Teilnehmer machen die verrücktesten Sachen und irgendwie kann man noch einen Bezug zum Modell erahnen, aber die Bilder machen sich ziemlich selbstständig. Nicht naturgetreu, kein Vergleichen miteinander, kein Konkurrieren, ohne Filter, dynamisch, persönlich, spontan, nach Musik – oder auch nicht.

P.S.
Bei mir ist es noch viel zu realistisch. Wird sich noch bessern!

Windows Live Writer

Dies ist ein Test mit Windows Live Writer – und wenn du selbst keine Blogs schreibst, dann lese am besten nicht weiter. Stopp!

Ich bin heute zufällig auf dieses Tool gestoßen und möchte es gerne ausprobieren. Z.B. möchte ich mitten im Text Bilder einfügenOstern in PB:

Das scheint zu klappen.

Ärgerlich war die Installation dieses Tools von Microsoft: Zunächst musste ich einen Account bei MS einrichten und dann erhält man ein ganzes Programmpaket; also auch etliche Tools, die ich überhaupt nicht gebrauchen möchte: Müll. Schade drum.

Aber das Programm selbst scheint recht komfortabel zu sein – incl. Rechtschreibprüfung und Tabellen-Assistent.

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Donnerstag, 20. Mai 2010

Phillip Bay: Haie

Brighton liegt an der Phillip Bay. Brighton möchte die Badenden vor den
Haien schützen. Sie bauen ein großes Seebad mit einem mächtigen Zaun. Da gelangen wirklich keine Haie hinein. Es gibt auch keine bedrohlichen
Haie in Phillip Bay. Es gab auch keine. Jetzt werden solche
beeindruckenden Seebäder hier nicht mehr gebaut.

Day at the beach

Gestern: Herrliche Sonne und warm - solange man sich in der Sonne
aufhält. Wir fahren mit der Bahn nach Brighton; es dauert nicht allzu
lange: ca. eine Stunde vom Haus bis an den Strand in Brighton, südlich
von Melbourne, alles noch in Zone 1 für 2,94$. Es ist schön und ruhig.
Berühmt sind die Strandhäuser - und jeder, der vorbei kommt,
photografiert endlos. Auch ich. Und von weitem sieht man die Skyline von
Melbourne.

Jessica | a new star is born

Schwappt das "Jessica-Fieber" auch nach Europa?
Kein Sender in Australien, der nicht stundenlang über Jessica berichtete
mit immer wieder den gleichen Bildern, wie die 16-jährige nach ihrer
Solo-Weltumsegelung im Hafen von Sydney gefeiert wird. Hunderte Boote
empfingen sie und Wasserfontänen setzten alles unter Wasser. Tausende
Menschen hatten sich versammelt, darunter viele Jugendliche, die
besonders interessiert waren.
Der Premierminister war anwesend um sie nach ihrer Glanzleistung mit den Worten zu begrüßen: "Australia has a new hero!" Jessica anwortete: "
Herr Ministerpräsident, das ist nicht richtig, was sie sagen; ich bin
keine Heldin. Ich nur ein ganz normales Mädchen, das ihren Traum
verwirklicht hat." Wie rührend ... Jetzt wird Jessica vermarktet.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Laufen | 12.5.2010

Ich Kopf habe ich schon viele Blogs geschrieben zu diesem Thema - und ich werde jetzt nicht alles aufholen wollen, aber einiges erwähnen.
Auf dem obersten Foto könnt ihr meine geliebten ASICS-Kayano 15 sehen, die auf Kangoroo-Island in der Mülltonne gelandet sind; sie hatten das Zeitliche gesegnet. Und in der Folgezeit, auf unserem Weg quer durch Süd-Australien hatte ich a) keine Laufschuhe und b) auch kaum Zeit und Gelegenheit um beim Laufen zu bleiben. Und so hatte ich fast seit dem vergangenen Herbst kein kontinuierliches Lauftraining; immer wieder Unterbrechungen oder wetterbedingte Einschränkungen. Ich erinnere mich an meine Teilnahme Ende Januar beim "Super Sunset" Lauf, "nur" 8km Fun-Run bei 28 Grad. Selten war ich so kaputt und hatte es nicht so sehr als "Fun" erlebt. Peinlich: Ich hatte die Nummer 2 als meine Startnummer - vermutlich waren die Startnummern alphabetisch vergeben worden; bestimmt nicht nach Leistung.
Mittlerweile habe ich neue Laufschuhe, nicht die besten, aber ich denke sie halten noch bis Ende July.
(Kleine Werbeunterbrechung: In all den großen und kleinen Städten auf unseren Reisen habe ich nirgendwo einen Laufladen entdecken können, der mit "Laufsport Andreas" in Minden mithalten könnte.)
Nun bin ich im regelmäßigen Training und baue meine Kondition langsam, aber stetig wieder auf. Mein Lauf bei der Aktion "Run for Water. Live Earth" über 6km Mitte April hat Spaß gemacht, ich war recht flott auf dieser kurzen Strecke (deutlich unter 5min/km), und ich hatte wieder eine der ersten Startnummern: 4. (Siehe Foto). Diesmal konnte ich besser damit leben. Die Länge des Laufs, 6km, sollte daran erinnern, dass in vielen Ländern der Erde Frauen und Kinder täglich 6km zurücklegen müssen, um Wasser zu holen. Der organisatorische Aufwand für diesen Lauf hier in Melbourne war ziemlich groß, die Teilnahmerzahl aber recht überschaulich (Minden könnte da mithalten). Ich vermute es gab einfach zu wenig Werbung und zu viele konkurriernde Veranstaltungen.

Mein längerfristiges Laufziel ist natürlich der Berlin Marathon am 26. September; aber ein Zwischenziel ist ein Halbmarathon "Run Melbourne" am 18. July. Dazu gibt es eine Trainingsgruppe mit knapp 300 Teilnehmern, die aufgeteilt werden in verschiedene Leistungsgruppen. Es macht Spaß, von Zeit zu Zeit, wieder in einer Gruppe zu laufen; ich werde einfach mitgezogen und das Laufen fühlt sich recht leicht und beschwingt an.

Was die meisten Läufe hier von denen in Deutschland unterscheidet: Es sind Sponsorenläufe. Man läuft für einen sog. 'guten Zweck'. Ich verstehe das System auch nicht ganz, aber im Prinzip fragt man Freunde, Kollegen, Famlienangehörige, ob sie dich sponsern möchten für diesen Lauf. Und dann kann man noch auswählen, wer gesponsert werden soll. Dazu gibt es lange Listen. Und so kommen große Mengen Geld zusammen. Im letzten Jahr über  500 Tausend  Dollar. Das Ziel für dieses Jahr  liegt bei 750 T. Eine Einzelperson hat bis jetzt bereits über 10 T Dollar 'erwirtschaftet'. Und im Internet ist das alles genau zu verfolgen. Wer mit wem für wen, wieviel.
Ich habe gerade gesurft: Ja, es gibt in diesem Jahr auch wieder einen 24-Stunden Lauf in Minden und das Leo-Sympher-Berufskolleg ist dabei. Super. Ich wäre auch gerne wieder dabei.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Zeichnen: Upside-down

Nach langer Pause nehme ich wieder an einem Zeichen- und Malkurs teil. Nachdem für mich die erste Stunde ziemlich frustrierend war, hat's beim zweiten Mal schon deutlich besser geklappt. Meine Bewertung hängt nun mal - leider auch - davon ab, wie ich mich sehe in der Reihe der anderen Teilnehmer. Und diesmal habe ich mich eher so 'im mittleren Feld' gesehen, was für mich ganz o.k. ist. WICHTIG ist allemal, dass es mir Spaß macht.
Das obige Bild wurde nicht so gezeichnet, wie man es jetzt sieht. Es ist ein sog. upside-down Bild, d.h. man zeichnet es gedreht um 180 Grad - um den 'Verstand' auszuschalten und nur das zu zeichnen, was man wirklich sieht, und nicht das, was man glaubt zu sehen.
Dabei ist dies auch kein 'gezeichnetes' Bild, sondern ein 'radiertes': Die ganze Fläche wird mit schwarzer Kohle ausgelegt und die weißen Stellen werden radiert. (Eine ziemliche Sauerei und harte Arbeit)
Posted by Picasa

Donnerstag, 29. April 2010

ALDI - Danke!

(Zu diesem Thema gibt es kein Foto! Peinlich!)
Ja, die Tage hier werden kühler, bald nennt es sich hier offiziell 'Winter' und in den Wohnungen hier, gibt es kaum eine ordentliche Heizung. Mit der Air-Condition Anlage kann man ein wenig warme Luft in den Raum pusten. Und unsere Wintersachen haben wir auch nicht mitgenommen. Was hilft? ALDI. Ein Flauschiger Morgenmantel,  na ja ein bisschen kurz, für  14€ und ein warmer Flanell-Schlafanzug für knapp 5€. Ansonsten gibt es hier noch jede Menge Charity-Shops, die auch gerne aushelfen.

Retreat-Hotel

Während Annette mit anderen Dingen beschäftigt ist (s.u.) war ich noch hier im buddhistischen Zentrum.
Auf dem Heimweg, knappe 30min zu Fuß, kehrte ich im Retreat-Hotel ein. Ja, so heißt es. Super schöne Live Musik, mit jungen Publikum - und einem alten Mann. Hat Spaß gemacht.

deutsche filme+zeitverschwendung

Annette schrieb:
Wer geht schon mal morgens um 10.00 ins Kino? Heute morgen um 10.00 Uhr haben wir den 3ten von den 5 deutschen Filmen, für die wir uns während dieser deutschen Film-woche entschieden haben, gesehen. "Kebab Connection" über deutsch-türkische Beziehungen. Ich habe seit langem nicht so viel gelacht. Es tat so gut. Und dennoch kommen die nagenden Fragen über Zeitverschwendung- Sinn des Lebens und all so `n Kram. Ich meine damit auf mich bezogen, nicht auf den Film bezogen. Darf (?) ich meine kostbare Zeit mit solchen, entspannenden, keinen Nutz-bringenden Aktivitäten verbringen während andere so busy sind?
Food for Thought;-)
Morgen geht es zumindest um ein ernsthaftes Thema: "Vision-Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" ein Film von Margaretha von Trotta.

Mittwoch, 28. April 2010

Wetterbericht

Typischer Wetterbericht gestern Abend:
Höchsttemperatur 20 Grad "and one or two shower".
Bedeutet das, dass es vielleicht auch keinen Regen gibt, oder dass es nach zwei Schauern trocken bleibt? You never know!! Die Wettervorhersage kann man hier nur als eine prinzipielle Richtungsvorgabe verstehen.

Horror im Meer

Für alle, die Interesse verspüren mehr über die Tierwelt in Australien zu erfahren: Hier klicken

Sonntag, 25. April 2010

Das weiße Band

Während der Film "Das weiße Band" (the white ribbon) in Berlin der große Gewinner ist beim diesjährigen Deutschen Filmpreis und 10 Lolas abräumt, sitzen wir nahezu zeitgleich in Melbourne in einem bis zum letzten Platz vollbesetzten Kino und schauen uns den Film an - auf Deutsch mit englischen Untertiteln. Eine skurile Erzählung, aber beinahe wie ein dokumentarischer Bericht aus einer norddeutschen Kleinstadt in SW.

In der kommenden Woche gibt es hier eine ganze Reihe von deutschen Filmen. Eine Gelegenheit all die Filme zu sehen, für die die wir in D keine Zeit haben. Das werden für uns 5 Filme in einer Woche: Eine Rekordmarke.

Montag, 19. April 2010

music and culture

Monday 19 April, Prasadavati wrote:

Along with an excellent yoga session at my now favourite yoga place in melbourne, a highlight of last week was a performance of Beethoven´s Eroica at the Melbourne concert house. There´s a story to this which i´d like to tell you:

"When every child has access to culture, then the world will be a more sensitive and more mature place.
Music is a special art form.
You can´t see music
you can only hear it and feel it.
Music is energy
The experiences it gives us makes us more sensitive.
And that´s what the world needs now
-much more sensitivity."

This is a quote from Gustavo Dudamel, a young venezuelan conductor who is claimed to be one of the most exciting up and coming conductors of our time. What is so special about him-apart from his passionate, infectious love of music- is his musical education. He is one of many fortunate young venezuelans to have benefiited from a revolutionary social project which uses the orchestra as a form for children to experience + appreciate themselves and feel part of a bigger creative and supportive body. This "system" of more than 200 orchestras was founded in 1974 by the economist and musician Jose Antonio Abreu. It was his answer to the violence of street gangs and shootings which was the destiny of so many children and teenagers in the poor "barrios".

and in german with a lttle help from wikipedia:
José Antonio Abreu ist ein venezolanischer Komponist,  Ökonom, Politiker, Erzieher, Aktivist und Gründer des größten musikalischen Projektes in Venezuela. In Venezuela lebten seit Jahren 75 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. In Caracas lebt ein Großteil der Bevölkerung in Barrios, in denen Kriminalität und Gewalt grassieren. José Antonio Abreu wollte helfen, das Elend der Kinder und Jugendlichen zu vermindern und ihnen eine Chance zu geben. Als Mittel dazu sah er die Musik an.1975 gab es in Venezuela zwei Sinfonieorchester, die überwiegend aus europäischen Berufsmusikern bestanden. In diesem Jahr lud Abreu 11 junge Musiker zu einer Musikprobe ein und verkündete ihnen, dass sie jetzt gleich Geschichte schreiben würden. Die zweite Probe zog 25 Musiker an, die dritte 46 und die vierte 75 Musiker. Abreu gründete die Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar, Namensgeber war der Freiheitskämpfer Simón Bolívar.
Abreu wollte nicht nur ein Sinfonieorchester gründen, sondern die Musik zur Bildung und seelischen und sozialen Stabilisierung von Kindern einsetzen, indem die Musiker ihr Wissen an Kinder aus schlechtesten Verhältnissen weitergeben.

I discovered this project last year when i saw the film "El Systema" all about the growth and development of the  project. I was moved to tears and so excited about the power of music and a collective undertaking to help society which addressed itself to the human potential, starting with children. Now here in melbourne through preparing to listen to Beethoven´s Eroica at the concert house, (not conducted by Dudamel) i once again immersed myself in this project by watching  a documentary about the performance of Beethoven´s Eroica by the Simon Bolivar Youth Orchestra, conducted by Dudamel, at the Beethoven Festival in Bonn in 2007. (treat yourself to a little taster here)
Should you want to follow this up, check out the film "EL Systema" or watch the dvd "The promise of music-mehr als nur Musik", about the project and the Beethoven performance in Bonn in  2007.
Needless to say the Dudamel quote sparked off many thoughts about the necessity for senstivity as a basis for empathy as a basis for friendliness as a basis for compassion........the rest you can imagine!

Have a good week!

Mittwoch, 14. April 2010

Morgens um 6

Was ist los in Melbourne morgens zwischen 6 und 7:30 Uhr?
Rush Hour
in den Fitness Studios, im Schwimmbecken, im Park. Das Gym ist morgens rappelvoll, die angebotenen Kurse sind nahezu ausgebucht und in 'unserem' YMCA City Baths beginnt der Tag mit "Body Step", "Body Attack" oder "Body Pump" um 6:15 ebenso wie Spinning. Die "Swim Squads" beginnen täglich um 6 Uhr in einem 50 m beheiztem open air Becken. Bald beginnt - direkt vor unserer Haustür - um 6:30 das mehrwöchige YMCA Challenge Fitness Camp. Und im naheliegenden Princess Park treffen sich ebenfalls gegen 6:30 Uhr alle möglichen Lauf- und Sportgruppen für eine Stunde Training.
Und es ist wirklich voll!
Undenkbar - zumindest in Minden.

Darf ich vorstellen:

Dies ist Irma (la Duce). Ihr haben wir es u.a. zu verdanken, dass wir jetzt in Melbourne bis Ende Juli in einem wunderschönen Haus wohnen. Irma will versorgt werden und das Haus soll bewohnt sein.
Irma tut i.d.R.  nichts anderes als das, was man hier auf dem Bild sehen kann: Sie liegt auf oder unter dem Bett und schläft. Morgens und Abends schleicht sie ein bisschen herum, miauzt und möchte ihr Futter (zum Glück nur Trockenfutter) haben. Ihre Notdurft verrichtet sie draußen in einem Minigarten. Na ja und ein paar Streicheleinheiten tun ihr auch gut.
Hier kann man auch das Haus sehen. Eingang: grüner Pfeil

Mittwoch, 31. März 2010

Back in Melbourne | 17.3.10

Mit Virgine Airline flogen wir zurück von Brisbane nach Melbourne. Hier
werden wir die restliche Zeit des Sabbathjahres verbringen bis Ende
Juli. Zeit für Kultur, Lesen, Freunde und Sport.

Byron Bay | 12. - 16.3.








Bayron Bay ist die 'Endstation' unserer Autotour durch das südliche Outback Australiens und wir haben das gefühlt nun auch genug durchs Land gefahren zu sein, genug gesehen und erlebt zu haben. Bisher sind wir häufig in Backpacker Hostels und Jugendherbergen geblieben und die Jugendherberge in BB hat auch einen 'guten' Ruf; bei näherem Erforschen im Internet findet man dann bei den Bewertungen etwa solche Einträge: "Tolle location, super Partys, lange Nächte .." Das war nun nicht das, was wir suchten. Zudem sind die Backpacker Hostels in BB auch relativ teuer; so haben wir uns in einem sog. 'romantischen' Guesthouse eingemietet - im balinesischem Stil! (siehe oberstes Foto) Das war ein guter Treffer; sehr ruhig, nur vier Zimmer werden vermietet, große Terrasse, Küche, Garten etc. Wir konnten uns beinahe wie zu Hause fühlen. Ideal für den Abschluss unserer Reise.
Schön war es meine 'alte' Schulfreundin Marlene, die hier im benachbarten Ort wohnt, nach 40 Jahren wieder zu treffen.  Es ist schon eine traumhaft schöne Gegend zum Wohnen. BB selbst ist mittlerweile sehr touristisch, aber hat doch seinen Reiz: Lange Sandstrände, super Wellen zum Surfen und zum Baden. Dabei war unser Bade-Erlebnis doch eher anstrengend: Eine besondere Wettersituation führte dazu, dass die Strömungen im Meer sehr stark waren und wir kaum weiter hinaus kamen als ins hüfthohe Wasser. Also mehr Kampf als Schwimmen.

Verboten & Warnung! | 13.3.10

Bisher war ich immer der Ansicht, Deutschland sei das Land mit den
'Verboten'. Doch Australien übertrifft dies doch bei weitem. An vielen
Stellen findet man solche Schilder mit Warnungen und Verboten.

Jackadgery | 12.3.10

Keine Ahnung, warum man hier extra die Warnung veröffentlichen muss, an dieser Stelle nicht ins Wasser zu springen...

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